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Dienstag, den 11. Januar 2011 um 20:49 Uhr
Dioxinproblematik - Aktueller Sachstand
-Vermarktungsstopp durch Schlachtunternehmen konnte ausgeräumt werden-

Ein kleines Futtermittelwerk im Landkreis Verden hat offenbar mit Fetten der Firma Harles & Jentzsch Futtermischungen hergestellt, die in einem Fall zu einer eindeutigen Höchstgehaltsüberschreitung auch bei den damit gefütterten Mastschweinen geführt hat. Insgesamt 140 schlachtreife Tieren sollen aufgrund der positiven Probeschlachtung kurzfristig getötet werden.

Von Lieferungen dieses Werkes sind ca. 8.000 Mastschweine bei 10 weiteren Schweinehaltern betroffen. Hier werden weitere Probeschlachtungen durchgeführt.

Die jetzt auffällig gewordenen zwei Betriebe waren von Anfang an aufgrund der bereits im Mischfuttermittel festgestellten überhöhten Werte gesperrt. Eine Freigabe hätte bei diesen Betrieben nur bei negativen Beprobungsergebnis der Tiere erfolgen können. Ein Betrieb wies eindeutig über dem Grenzwert liegende Dioxingehalte im Schweinefleisch auf. Bei dem anderen Betrieb liegt der Analysewert im Bereich der Messungenauigkeit des Beprobungsverfahrens, so dass hier eine Wiederholungsprobe erfolgt.

Die Behörden stellen sicher, dass das Fleisch der Tiere dieser beiden Betriebe nicht in den Markt gelangt. Damit hat sich die Risikolage in Niedersachsen verschärft.

Irritationen im Laufe des Tages zu einem Vermarktungsstopp für Schweine in Niedersachsen durch einige Schlachtunternehmen konnten am Abend durch Zusammenarbeit mit QS ausgeräumt werden.