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Dienstag, den 04. Januar 2011 um 17:29 Uhr |
Landwirte nicht für Unregelmäßigkeiten der Vorlieferanten in Haftung nehmen
Eine lückenlose Aufklärung der Dioxinbelastung in Futtermitteln und die Übernahme aller den Landwirten durch die belasteten Lieferungen entstandenen Kosten durch den Hersteller fordert das Landvolk Niedersachsen. "Unsere Landwirte müssen als Käufer von Mischfutter auf einwandfreie Lieferungen vertrauen können", verdeutlichte Landvolk-Präsident Werner Hilse. Den gesperrten Betrieben entstünden zusätzliche Belastungen durch Laboranalysen und längere Mastzeiten. Im schlimmsten Fall seien ganze Betriebe in ihrer Existenz gefährdet, wenn sie schlachtreife Tiere nicht vermarkten oder breits ausgelieferte Tiere verwerfen müssten. "Unsere Landwirte akzeptieren die strengen Regeln des Verbraucherschutzes und treffen die größtmögliche Vorsorge. Sie dürfen aber nicht für Unregelmäßigkeiten bei den Vorlieferanten in Haftung genommen werden", sagte Hilse. Das Landvolk erwartet vom Land eine Koordination aller verfügbaren Untersuchungskapazitäten, damit die betroffenen Betriebsleiter möglichst rasch Klarheit darüber erhalten, ob das Vermarktungsverbot für ihre Produkte tatsächlich gerechtfertigt ist.
Allen betroffenen Landwirten empfiehlt der Verband, juristische Beratung einzuholen. Als Konsequenz aus diesem beispiellosen Fall fordert Hilse noch mehr Transparenz und Sicherheit bei den Vorlieferanten in der Futtermittelwirtschaft, um zukünftig Schäden bei allen Beteiligten in der tierischen Erzeugung vermeiden zu können.
Quelle: Landvolk-Pressedienst
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