01.10.2014
Problemlösung statt Symbolpolitik

Pressemitteilung des Kreislandvolkverbandes Vechta e.V.

 


Auf den Vorwurf des Grünen Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Janßen, die Landwirtschaft wäre mit ihrer heutigen Düngepraxis quasi alleine für die hohe Phosphatbelastung niedersächsischer Oberflächengewässer verantwortlich erwidert der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Vechta Norbert Meyer: „Niemand bestreitet Phosphatbelastungen in den Oberflächengewässern, aber es stimmt einfach nicht, dass weniger Phosphatdüngung auf gut versorgten Böden die Situation wirklich verbessert. Es wird auch in der Zukunft durch Unwetter zu Abschwemmungen, nicht nur von landwirtschaftlich genutzten Böden, kommen, ausschließen kann man das nie. Dies trifft sowohl für gut versorgte Böden (Stufen D und E) als auch für minder versorgten Böden (Stufen A-C) zu. Ordnungsgemäß funktionierende Drainagen in den Böden können hier helfen die Abschwemmungsgefahren zu senken. Zudem ist das Wasser aus solchen Drainagen nicht belasteter mit Phosphaten als das Regenwasser selbst. Wenn man das Problem der Phosphateinträge in die Oberflächengewässer wirklich angehen will, dann sollte man besser die Möglichkeiten nutzen, welche die neue Greening-Regelung der EU bietet und Gewässerschutzstreifen stärker fördern und ausbauen. Mit diesen Schutzstreifen kann man wirklich etwas für die Reduktion von Phosphateinträgen tun. Denn durch die vorgeschriebenen Abstände können dann keine Phosphatdünger mehr in die nahen Oberflächengewässer gelangen. Setzt man dagegen auf eine pauschale Reduktion der Phosphatgrenzwerte in der Düngeverordnung, so bürdet man Landwirten nur neue Kosten auf und treibt den Strukturwandel in der Landwirtschaft, den Landwirtschaftsminister Meyer und seine Partei doch eigentlich verhindern wollen, weiter voran. Den Gewässern hilft man damit allerdings nicht.“