25.10.2017
Sperrfristverschiebung für Grünland

Die neue Düngeverordnung legt den Beginn der Sperrfrist für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern auf den 01. November fest. Durch die vielen Regenfälle der letzten Wochen sind allerdings viele Flächen nicht befahrbar und nicht wenige Landwirte kommen durch die nahende Sperrfrist in Bedrängnis, da sie ihre Ausbringungsplanung nicht umsetzen können. Deshalb bietet die Landwirtschaftskammer in diesem Jahr EINMALIG die Möglichkeit einer Sperrfristverschiebung an. Dieser Antrag muss bis zum 31.10.2017 bei der Landwirtschaftskammer eingegangen sein. Zur Auswahl stehen eine zwei- und eine vierwöchige Sperrfristverschiebung. Eine Genehmigung zur Sperrfristverschiebung wird in der Regel nur erteilt, wenn der antragstellende Betrieb auf schwierigen Bodenverhältnissen wirtschaftet, die in Zusammenhang mit der Witterung keine frühere Düngung zuließen. Wer die Antragsvoraussetzungen erfüllt, erhält von der LWK eine schriftliche Genehmigung.

Folgende Bedingungen sind einzuhalten:

  1. Aufbringung nur auf Grünland bzw. Ackergras, das vor dem 15. Mai 2017 gesät wurde
  2. Es werden im beantragten Zeitraum nur Flächen gedüngt, die in Zusammenhang mit der Witterung keine frühere Düngung zuließen
  3. Die Aufbringungsmenge im Genehmigungszeitraum ist auf maximal 60 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar begrenzt
  4. Es dürfen nur Düngemittel aufgebracht werden, die im eigenen Betrieb angefallen sind
  5. Keine Ausbringung auf Böden, die überschwemmt, wassergesättigt oder schneebedeckt sind. Das Aufbringen auf gefrorenem Boden ist nur dann zulässig, wenn der Boden durch Auftauen am Tag des Aufbringens aufnahmefähig wird, ein Abschwemmen in oberirdische Gewässer oder benachbarte Flächen nicht zu befürchten ist und andernfalls die Gefahr einer Bodenverdichtung und von Strukturschäden durch das Befahren bestehen würde. 
  6. Die vorgeschriebenen Gewässerabstände sind unbedingt einzuhalten. Bei Breitverteilung sind mindestens vier Meter Abstand zur Böschungsoberkante einzuhalten. Abweichend davon kann der Mindestabstand bei Einsatz von Schleppschlauch-, Schleppschuh- und Injektionsverteiler auf einen Meter verkürzt werden.
  7. Beträgt die Hangneigung der zu düngenden Fläche am Gewässer mehr als 10 % muss ein Streifen von 5 m Breite frei bleiben.
  8. Ein Nährstoffeintrag in Grüppen ist unbedingt zu vermeiden. Auch hier müssen ggf. Sicherheitsabstände eingehalten werden.
  9. Die aufgebrachten Nährstoffmengen werden im Rahmen der Düngebedarfsermittlung 2018 entsprechend der Düngeverordnung angerechnet

 

Der Antrag kann hier heruntergeladen werden!