27.03.2020
Stellungnahme des KLV Vechta zur neuen Düngeverordnung

 

Zur  Verabschiedung der Düngeverordnung im Bundesrat sagte der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Vechta e.V. Dr. Johannes Wilking:

„Die Länder gestehen mit dem Aufschub der Inkraftsetzung zentraler Teile der neuen Düngeverordnung ein, dass diese durch die Betriebe nur schwer umzusetzen sein wird. Was aber in diesem Jahr falsch ist, das bleibt auch im nächsten Jahr falsch. Darüber hinaus ist es unredlich, wenn von Seiten der Bundesregierung die aktuelle Corona-Krise genutzt wird, um die europarechtlich vorgeschriebene Betroffenenbeteiligung außer Kraft zu setzen. Gut, dass zumindest die niedersächsische Landesregierung zu ihrem Wort stand und die Verordnung abgelehnt hat.

Der Verzicht auf die Herbstdüngung bei Zwischenfrüchten ist dagegen der ökologische Offenbarungseid der Bundesministerinnen Schulze und Klöckner. Zwischenfrüchte sollen Stickstoff binden. Dazu brauchen sie ein gutes Wurzelwerk und müssen schnell wachsen. Das geht nur mit einer angemessenen Startdüngung, für den ökologischen Nutzen ist das unabdingbar. Die Pflanzen würden nämlich nicht nur Stickstoff, sondern auch CO2 binden sowie Insekten als Nahrung dienen.

Wir werden gegen Düngeverordnung und die Ausweisung der „Roten Gebiete“ zusammen mit anderen Kreislandvolkverbänden klagen. Wir sind der Auffassung, dass heute durch den Bund und die Länder Recht gebrochen wurde. Für den anstehenden Rechtsstreit steht durch die verzögerte Inkraftsetzung der umstrittensten Maßnahmen ein wenig Zeit zur Verfügung. “