Ausbruch der Vogelgrippe

12.04.2021 (Montag)

Die Allgemeinverfügung: Aufhebung aller Sperrbezirke finden Sie auf den Internetseiten des Landkreises Vechta zum Download.

 

 

07.04.2021 (Mittwoch)

Folgende Allgemeinverfügungen sind jetzt auf der Internetseites des Landkreises Vechta einzusehen:

 

26.03.2021 (Freitag)

Ein erneuter Ausbruch in Höltinghausen (Landkreis Cloppenburg) hat Auswirkungen auf den Landkreis Vechta. Auf den Seiten des Landkreises Vechta finden Sie jetzt die Allgemeinverfügung bezüglich des Beobachtungsgebiet Visbek/ Langförden – Ausbruch Höltinghausen II

=> Allgemeinverfügung: Beobachtungsgebiet Visbek/Langförden-Ausbruch Höltinghausen II

 

24.03.2021 (Mittwoch)

Folgende Allgemeinverfügungen sind jetzt auf den Internetseiten des Landkreises Vechta veröffentlicht:

  • Aufhebung des Sperrbezirks zu dem Ausbruch Vechta-Rieden
  • Beobachtungsgebiet Visbek/Langförden anläßlich des Ausbruchs in Emstek

Hier gelangen Sie zu der entsprechenden Internetseite des Landkreises Vechta, wo Sie die entsprechenden Informationen finden können.

 

 

22.03.2021 (Montag)

Folgende Allgemeinverfügungen für die Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete stehen jetzt auf der Internetseite des Landkreises Vechta zum Download bereit:

  • Lohne-Brockdorf II
  • Bakum-Vestrup II
  • Bakum-Elmelage II

Weitere Informationen auf den Internetseiten des Landkreises Vechta finden Sie hier!

 

20.03.2021 (Samstag)

Erneuter Verdacht auf Vogelgrippe in Vestrup
Nach bereits zwei amtlich bestätigen Vogelgrippe-Ausbrüchen im Bakumer Ortsteil Vestrup gibt es einen weiteren Verdachtsfall auf das hochansteckende H5-Virus. Betroffen ist ein Bestand 7.660 Putenhähnen im Alter von 91 Tagen. Mitarbeiter des Veterinäramtes haben Proben entnommen, die umgehend zum Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) und an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) geschickt werden. Die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) wurde mit der Tötung des Bestandes beauftragt, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.
Quelle: Facebook/Landkreis Vechta

19.03.2021 (Freitag)

Der Ausbruch der Vogelgrippe in Hötinghausen zieht seine Kreise auch in den Landkreis Vechta. Die entsprechende Allgemeinverfügung finden Sie auf den Internetseiten des Landkreises Vechta => hier

Darüber hinaus

Zweiter Vogelgrippe-Verdachtsfall in Lohne: Erneut Gänsezucht betroffen
In Lohne gibt es einen zweiten Verdachtsfall auf das hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5. Betroffen ist eine Haltung mit 2.400 Elterntiergänsen. Das Veterinäramt des Landkreises hat bereits Proben entnommen und zum Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sowie an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) geschickt. Um eine Ausbreitung des Virus auf andere Bestände zu vermeiden, wurde die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) mit der Tötung des Bestandes beauftragt. Bereits gestern musste die GESEVO wegen eines Verdachtsfalles in einer anderen Lohner Gänsezucht 2.800 Tiere vorsorglich töten. Eine offizielle Bestätigung durch das FLI steht noch aus.
Quelle: Facebook/Landkreis Vechta vom 18.03.2021

Die Allgemeinverfügung bezüglich der Ausbrüche in Brockdorf (Auswirkungen Lohne-Brockdorf-Diepholz) finden Sie ebenfalls auf der Internetseite des Landkreises Vechta => hier

 

17.03.2021 (Mittwoch)

Vorfälle in Bakum-Vestrup und Vechta-Holzhausen bestätigt – Weiterer Verdachtsfall in Lohner Gänsezucht

Im Landkreis Vechta gibt es einen weiteren amtlichen Verdachtsfall auf das hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5. Wie das Veterinäramt der Kreisverwaltung mitteilt, ist eine Gänsehaltung in Lohne betroffen. Die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) ist inzwischen mit der vorsorglichen Tötung von insgesamt 2.800 Tieren beauftragt. Amtliche Proben wurden umgehend gezogen und zum Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sowie an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) geschickt.
Derweil hat das FLI die Verdachtsfälle in einem Betrieb im Vechtaer Stadtteil Holzhausen und in zwei Betrieben im Bakumer Ortsteil Vestrup amtlich bestätigt. In Holzhausen mussten 14.000 Putenhähne vorsorglich getötet worden, in Vestrup rund 30.000 Enten und etwa 7.800 Puten.
Die Kreisverwaltung hat für beide Ausbruchsgeschehen Allgemeinverfügungen erlassen, in der die tierseuchenrechtlich üblichen Sperr- und Beobachtungsgebiete ausgewiesen sind. Sie treten morgen (18. März) in Kraft werden auf www.landkreis-vechta.de in den Rubriken „Bekanntmachungen“ und „Geflügelpest-Informationen“ auf der Startseite bereitgestellt. Dort findet sich auch eine interaktive Karte. Sie ist ebenso unter folgendem Link abrufbar: https://landkreis-vechta.maps.arcgis.com/…/index.html….
Quelle: Facebook/Landkreis Vechta vom 17.03.2021

15.03.2021 (Montag)

Drei amtliche Verdachtsfälle der Vogelgrippe im Landkreis Vechta

Die Geflügelpest breitet sich weiter aus: In der Stadt Vechta und der Gemeinde Bakum gibt es drei aktuelle amtliche Verdachtsfälle auf hochpathogene Aviäre Influenza.

Am Samstag wurden zwei Verdachtsfälle auf Vogelgrippe von den behandelnden Tierärzten angezeigt. Die Betriebe wurde unverzüglich vom Veterinäramt des Landkreises Vechta aufgesucht, klinisch untersucht und anschließend gesperrt. Es wurden amtliche Proben aus den Betrieben an das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) zur weiteren virologischen Diagnostik eingesandt. Teil-Ergebnisse liegen bereits vor: Der amtliche Verdacht auf Vogelgrippe hat sich bestätigt.

Am Sonntag Morgen wurde ein weiterer Verdachtsfall gemeldet und entsprechend durch das Veterinäramt bearbeitet. Auch hier liegen bereits Teilergebnisse vor. Bei Bestätigung durch das federführende Referenzzentrum der Bundesrepublik (FLI) wären dies der dritte bis fünfte Ausbruch der Vogelgrippe im Landkreis Vechta in diesem Jahr.

Der Bestand in Vechta hat ca. 14.400 Putenhähne im Alter von 14 Wochen. In Bakum sind ca. 30.000 Enten im Alter von 1-8 Wochen und weitere ca. 7.800 Puten mit 11 Wochen betroffen. Aufgrund des amtlichen Verdachtes müssen alle Tiere der betroffenen Betriebe getötet werden. Das Veterinäramt des Landkreises hat in Absprache mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) wurde mit der Tötung der Tiere beauftragt. Mit der Bestandstötung wird Sonntag ab Mittag begonnen. Die tierseuchenrechtlich unumgänglichen Tötungen aller Tiere des Bestandes erfolgen in enger Abstimmung und unter der tierschutzfachlichen Aufsicht des Amtes.

Der Landkreis Vechta wird nach endgültiger Bestätigung durch das FLI entsprechende tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügungen zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel erlassen. In diesen Allgemeinverfügungen werden weitere Restriktionszonen (Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete) festgelegt.  Die Verfügungen werden auf der Internetseite des Landkreises Vechta unter der Rubrik Bekanntmachungen www.landkreis-vechta.de/service/aktuelles/bekanntmachungen.html veröffentlicht und treten jeweils am Folgetag in Kraft. Die tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügungen können voraussichtlich ab morgen von der Internetseite heruntergeladen werden. Zusätzlich werden Hinweise auf die entsprechenden Allgemeinverfügungen in den nächsten Tagen in den hiesigen Tageszeitungen abgedruckt werden.

Quelle: Landkreis Vechta Internetseite vom 15.03.2021

 

 

08.03.2021 (Montag), 19:30 Uhr

Die interaktive Karte ist aktualisiert.

Diese finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Vechta.

 

08.03.2021 (Montag), 9:30 Uhr

Der Landkreis Vechta hat die Allgemeinverfügungen bezüglich der neuen Vogelgrippe Vorfälle veröffentlicht. Die interaktive Karte ist derzeit noch nicht aktuell.

Hier finden Sie die Allgemeinverfügung bezüglich des Ausbruchs in der Gemeinde Bakum, Ortsteil Elmelage.

Hier finden Sie die Allgemeinverfügung bezüglich des Ausbruchs in Lemförden.

 

 

07.03.2021 (Sonntag); 17:00 Uhr

Zweiter Ausbruch der Vogelgrippe im Landkreis Vechta – dieses Mal trifft es Bakum
In einem Legehennenbetrieb in der Gemeinde Bakum ist das Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen worden. Dies ist der zweite Ausbruch im Landkreises Vechta innerhalb einer Woche. Der betroffene Betrieb liegt in dem Beobachtungsgebiet, welches aufgrund des Geflügelpestausbruchs in einem Vechtaer Betrieb festgelegt worden war.
Am Samstag wurde dem Veterinäramt des Landkreises Vechta gemeldet, dass sich im betroffenen Betrieb Tierverluste massiv erhöht hatten. Der Betrieb wurde daraufhin unverzüglich vom Veterinäramt aufgesucht, klinisch überprüft sowie amtlich gesperrt. Die entnommen Proben wurden an das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie an das Friedrich-Löffler-Institut zur weiteren virologischen Diagnostik übersandt. Die Ergebnisse der Untersuchungen liegen vor: Das H5N8 Virus konnte nachgewiesen werden. Damit wird durch den Landkreis Vechta der Ausbruch der Vogelgrippe im Bakumer Legehennenbestand amtlich festgestellt.
Aufgrund dessen müssen alle 103.000 Legehennen des Betriebes getötet werden. Das zuständige Veterinäramt des Landkreises hat in Absprache mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die notwendigen Maßnahmen ergriffen und die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) mit der Tötung der Tiere beauftragt. Die tierseuchenrechtlich unumgängliche Tötung aller Tiere des Bestandes erfolgt unter der tierschutzfachlichen Aufsicht des Veterinäramtes.
Der Landkreis wird am 08.03.2021 eine weitere tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel erlassen. Darin werden die bereits existierenden Restriktionsgebiete entsprechend erweitert. Diese Allgemeinverfügung tritt am 09.03.2021 in Kraft.
Das Veterinäramt des Landkreises fordert alle Geflügel haltenden Betriebe eindringlich auf, die vorgegebenen Biosicherheitsmaßnahmen genauestens einzuhalten, jeglichen Seuchenverdacht unverzüglich anzuzeigen und die Bediensteten des Veterinäramtes bei ihren Bestandskontrollen zu unterstützen.

Quelle: Landkreis Vechta – facebook vom 07.03.2021

Sobald die interaktive Karte des Landkreises überarbeitet wurde und/oder die Allgemeinverfügungen angepasst und veröffentlich wurden, geben wir an dieser Stelle eine ensprechende Info.

 

 

07.03.2021 (Sonntag); 9:30 Uhr

Ausbruch der Vogelgrippe in Lemförde – Auswirkung der einrichteten Gebiete für den südlichen Landkreis Vechta noch unbekannt

Am Samstag wurde in einem Putenmastbetrieb in Lemförde die Vogelgrippe Typ H5N8 nachgewiesen. Offen ist derzeit noch, inwiefern die Sperrzone und das Beobachtungsgebiet den Landkreis Vechta treffen werden.

Sobald wir neue Informationen von Seitens des Landkreises Vechta haben, werden wir an dieser Stelle weiter informieren!

 

 

03.03.2021 (Mittwoch); 7:00 Uhr

Die Allgemeinverfügung wurde geringfügig geändert (Seite 5 letzter Punkt). Hier finden Sie die aktuelle und gültige Fassung!

Die interaktive Karte der Sperr- und Beobachtungsgebiete sowie die etwaige Anträge finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Vechta unter Service-Formulare-Veterinärwesen. => hier geht es zu der entsprechenden Seite!

 

02.03.2021 (Dienstag); 14:30 Uhr

Die interaktive Karte des Landkreises Vechta bezüglich der Sperr- und Beobachtungsgebiet wurde aktualisiert und kann hier eingesehen werden. (Verlinkung auf die Seite des Landkreises Vechta)

 

02.03.2021 (Dienstag); 8:50 Uhr

Die amtliche Bekanntmachung für den Kreis Vechta ist online => Allgemeinverfügung Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet Vechta-Rieden (03.02.2021) 

Die interaktive Karte auf der Homepage des Landkreises Vechta ist derzeit noch nicht aktualisiert. Diese ist noch auf Stand vom 22.01.2021. Sobald wir nähere Informaionen haben, geben wir entsprechend bescheid.

Nähere Informationen über die eingerichteten Bezirke die den Raum Diepholz betreffen, finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Diepholz => hier!

 

Näherer Informationen über die eingericheteten Bezirke die den Raum Cloppenburg betreffen, finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Cloppenburg => hier!

Die Interaktive Karte des betroffenen Bereichs im Landkreis Cloppenburg können Sie hier finden.

 

02.03.2021 (Dienstag), 7:00 Uhr

In einem Legehennenbetrieb in der Stadt Vechta ist das Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen worden.

Am Sonntag wurde ein Verdacht auf Vogelgrippe vom behandelnden Tierarzt angezeigt. Der Betrieb wurde daraufhin unverzüglich vom Veterinäramt des Landkreises Vechta untersucht und gesperrt. Es wurden anschließend amtliche Proben des Betriebes an das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie an das Friedrich-Löffler-Institut zur weiteren virologischen Diagnostik eingesandt. Die Ergebnisse liegen am Montag nachmittag vor: der Ausbruch der Vogelgrippe hat sich bestätigt.

Aufgrund der Seuchenfestellung müssen alle 63.000 Tiere des Betriebes getötet werden. Das zuständige Veterinäramt des Landkreises hat in Absprache mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die notwendigen Maßnahmen ergriffen und die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) mit der Tötung der Tiere beauftragt. Mit der Bestandstötung wird am Dienstag Morgen begonnen. Die tierseuchenrechtlich unumgängliche Tötung aller Tiere des Bestandes erfolgt unter der tierschutzfachlichen Aufsicht des Veterinäramtes.

Der Landkreis Vechta wird gleichzeitig eine tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel erlassen. Diese tritt am Mittwoch in Kraft. Darin wird ein Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb festgelegt. Im Sperrbezirk befinden sich 61 Geflügelhaltungen mit rund 602.000 Tiere. Entsprechende  Zahlen für das Beobachtungsgebiet werden derzeit noch ermittelt. In den beiden Gebieten nimmt das Veterinäramt Untersuchungen vor, um eine Ausbreitung des H5N8-Erregers auszuschließen bzw. frühzeitig zu entdecken.

Das Veterinäramt des Landkreises fordert alle Geflügel haltenden Betriebe eindringlich auf, die vorgegebenen Biosicherheitsmaßnahmen genauestens einzuhalten, jeglichen Seuchenverdacht unverzüglich anzuzeigen und die Bediensteten des Veterinäramtes bei ihren Bestandskontrollen zu unterstützen.

Weitere Verdachtsfälle im Kreisgebiet gibt es Stand Montag nachmittag nicht.

Quelle: Landkreis Vechta, www.landkreis-vechta.de vom 01.03.2021

 

 

Neue Düngeverordnung

Neue Düngereglungen ab 01.01.2021

Der zweite Teil der neuen Düngeverordnung tritt zum 01. Januar 2021 in Kraft. Ab dann gelten noch strengere Düngeregelungen, vor allem Betriebe mit Flächen in den sogenannten „Roten Gebieten „sind davon betroffen. Die schon in den Bauernprotesten zu recht kritisierte Kürzung der Düngung auf 80% des ermittelten Düngebedarfs wird dann in den Roten Gebieten Vorschrift, Ausnahmen sind für gewässerschonend wirtschaftende Betriebe, die weniger als 160 Kg Gesamt-Stickstoff je Hektar und Jahr ausbringen, möglich. Auch die Schlagbezogene Obergrenze für Stickstoff von 170 Kg aus organischen Düngemitteln wird im Januar für die „roten Gebiete“ verschärft und gilt schlagbezogen und nicht mehr als Durchschnittswert aller Flächen. Die Herbstdüngung von Raps, Wintergerste und Zwischenfrüchten wird in Roten Gebieten grundsätzlich untersagt, unter bestimmten Bedingungen sind allerdings Ausnahmen möglich. Sommerkulturen dürfen nur dann mit Stickstoff gedüngt werden, wenn vorher Zwischenfrüchte angebaut wurden, Ausnahmen gibt es hier bei spät geernteten Vorfrüchten und besonders trockenen Gebieten. Auf Grünland dürfen im Herbst auch nur noch 60 Kg Gesamt-Stickstoff je Hektar und Jahr als flüssiger organischer Dünger ausgebracht werden.

Insgesamt machen die anstehenden Verschärfungen eine frühzeitige Düngeplanung und Düngebedarfsermittlung zwingend erforderlich. Nur so wird das ganze Ausmaß der Verschärfungen und der Folgen für den eigenen Betrieb sichtbar.

Grundsätzlich dürfen auf ALLEN FLÄCHEN Stickstoff- und phosphathaltige Dünger nicht mehr auf gefrorenen Boden ausgebracht werden. Bei Wintergerste und Winterraps ist die Menge an verfügbarem, im Herbst 2020 ausgebrachtem Stickstoff bei der Düngebedarfsermittlung zu berücksichtigen. Wir sind Ihnen bei der Düngeplanung für 2021 gerne behilflich und schauen auch, ob für Sie eventuelle Ausnahmetatbestände in Frage kommen könnten.


Gutachten zum Zustand der Messstellen veröffentlicht

Das Gutachten zur Einstufung des Zustandes der Grundwasserkörper in Niedersachsen, welches der Landesverband und 23 Kreisverbände in Auftrag gegeben haben, ist erschienen. Die Grundwasserkörper in Niedersachsen und ihr Zustand wurden darin untersucht. Dieser wurde vor allem anhand von Messprotokollen, Bauzeichnungen der Messbrunnen, Wartungsprotokollen und dem baulichen Zustand der Brunnen untersucht. Die Ergebnisse sind in ihrer Aussagekraft deutlich:

Für Niedersachsen ergibt sich, dass fast jede zweite Messstelle mit größeren Mängeln aufwartet. Dies bestätigt sich auch für den Landkreis Vechta. Von den hiesigen 20 getesteten Messstellen weisen 9 moderate oder gravierende Mängel auf. Ohne Mängel war im Gutachten der Firma Hydor keine einzige Messstelle im Landkreis.

Zu den Stationen im Einzelnen:

  • Astrup —> geringe Mängel
  • Calveslage I —> geringe Mängel
  • Calveslage II —> geringe Mängel
  • Carum I —> moderate Mängel
  • Carum II —> geringe Mängel
  • Dinklage BDF —> geringe Mängel
  • Feldhaus—> gravierende Mängel
  • Hagstedt 8/8 —> geringe Mängel
  • Hüde I —> moderate Mängel
  • Hüde II —> geringe Mängel
  • Klünenberg —> moderate Mängel
  • Krimpenfort I —> geringe Mängel
  • Langwege —> gravierende Mängel
  • Lüsche —> geringe Mängel
  • Märschendorf —> geringe Mängel
  • Rechterfeld —> gravierende Mängel
  • Stüvenmühle I —> geringe Mängel
  • Südlohne —> gravierende Mängel
  • Wulfenau I —> gravierende Mängel
  • Wulfenau II —> gravierende Mängel

„Die Grundlage für die Ausweisung der sogenannten „ Roten Gebiete“ kommt damit einmal mehr gehörig ins Wanken. Wenn die Messstellen keine zuverlässigen Ergebnisse liefern (können), wie kann dann aufgrund der unzuverlässigen Werte eine fundierte Entscheidung getroffen werden?“ fragt sich der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Vechtas Johannes Wilking. „Aus dem Gutachten müssen nun Konsequenzen gezogen werden. Die Mängel an den Messstellen sind, wo es geht, zu beseitigen, ansonsten sind neue Messstellen anzulegen. Gerade weil uns sauberes Grundwasser am Herzen liegt, brauchen wir Messreihen, die über jeden Zweifel erhaben sind. Nur so lässt sich auch eine wirkliche Ursachenforschung betreiben. Am Ende des Tages wollen wir ja nicht nur Messwerte, sondern sauberes Grundwasser haben.“ So der Vorsitzende weiter.

Die bisherigen Reaktionen des niedersächsischen Umweltministeriums lassen indes nicht erwarten, dass sich an der derzeitigen Situation allzu schnell etwas ändert. Ist man in Hannover doch eher zurückhaltend was die Bewertung des Gutachtens angeht.


Neue Düngeverordnung in Kraft getreten

Die Verschärfung der Düngeverordnung ist zum 01. Mai 2020 in Kraft getreten. Zwar werden die zentralen Änderungen der Verordnung erst zum nächsten Jahr wirksam, dennoch gibt es aber schon jetzt einiges, was Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter beachten müssen. So gilt schon jetzt die schlagbezogene Aufzeichnungspflicht jeder Düngemaßnahme binnen zwei Tagen. Alle Neuerungen haben wir, zusammen mit den bestehenden Regelungen in Checklisten für Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter zusammengestellt. Dabei Unterscheiden wir zwischen der allgemeinen Checkliste für alle Betriebe und einer weiteren für diejenigen, die in einem sogenannten „Roten Gebiet“ liegen. Sie finden die Listen unter www.klv-vechta.de/

FABIAN – „Biodiversität muss auch Spaß machen“

„Heute feiern wir inoffizielles Erntedank für FABIAN“ mit diesen Worten begrüßte unser Vorsitzender Johannes Wilking die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bereisung des FABIAN-Projektes im Landkreis Vechta. Danke zu sagen sei angesichts der Dimension des Projektes mehr als angemessen so der Vorsitzende.

Zu ihrem 30-jährigen Jubiläum hat die BINGO-Umweltstiftung gemeinsam mit der Stiftung Kulturlandpflege“ das Projekt FABIAN, das für „Förderung der Artenvielfalt und Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft Niedersachsens steht, auf den Weg gebracht. Insgesamt 479.000 Euro fließen so in den Artenschutz. In den Landvolk-Kreisverbänden Goslar, Vechta und Wesermünde beteiligen sich insgesamt 82 Landwirtinnen und Landwirte, davon 15 aus Dinklage, 15 Steinfelder und Mühlener sowie 13 Visbeker an freiwilligen Umweltschutzmaßnahmen im Rahmen des FABIAN-Projektes. „Das ist das größte Einzelprojekt, welches die Bingo-Umweltstiftung bisher gefördert hat“ sagte der Geschäftsführer der Stiftung Karsten Behr. Nun war es Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Landvolk Präsident Albert Schulte to Brinke, Vizepräsident Holger Hennies und die Schirmherrin Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast besuchten zusammen mit BINGO-Umweltstiftung-Geschäftsführer Behr und dem Geschäftsführer der Stiftung Kulturlandpflege Peter Zanini das Projekt im Landkreis Vechta. Zwei Familien stellten Ihre Maßnahmen dabei vor. Zuerst präsentierte Familie Schulte ihre mehrjährige Blühfläche und gleich daneben eine Staffelmahdfläche. „Aufwändig war die Umsetzung eigentlich nicht“ sagte Felix Schulte. „Wir hatten aber bei der Staffelmahd auch das Glück, dass wir hier mit einem Pferdepensionsbetrieb zusammenarbeiten. Die hatten für die versetzten Mahdtermine vollstes Verständnis.“ Auch Wulf Schwarte, der neben zwei Blühflächen auch eine seiner Feldvogelinseln zeigte, war sichtlich zufrieden mit FABIAN. „Das hat Spaß gemacht resümierte er. Wichtig sei ihm, dass die Öffentlichkeit auch von den Anstrengungen der Landwirtschaft zum Artenschutz erfahre. Barbara Otte-Kinast hörte das bisherige Fazit der Teilnehmer gern. „Biodiversität muss auch Spaß machen“, sagte sie. „FABIAN zeigt, was mit freiwilligen Maßnahmen möglich ist. Flexibilität ist hier das Zauberwort. Deshalb brauchen wir auch in der neuen GAP-Periode bei den Maßnahmen eben diese Flexibilität. Feste Aussaattermine wie bisher helfen uns da nicht weiter.“ so die Ministerin.

Unser Kreisvorsitzender hob abschließend die Leistungen aller Landwirtinnen und Landwirte für den Artenschutz hervor: „25.000 ha Blühfläche legen Niedersachsens Landwirte an. Das sind, wenn man 800m2 als Grundstücksgröße anlegt 312.000 Grundstücke mit Einfamilienhäusern, die zu Blühflächen gemacht werden. Allein im Landkreis Vechta machen wir auf 14.000 ha Biodiversitätsmaßnahmen unterschiedlicher Art, nicht nur Blühflächen. Daran sieht man: Wir Landwirte können Artenschutz.“

Auch für das nächste Jahr sind noch Plätze im FABIAN-Projekt frei. Leider ist das Projekt auf die drei Gemeinden Visbek, Dinklage und Steinfeld/Mühlen beschränkt. wer aus deisen Gemeinden Lust hat an dem Projekt teilzunehmen, dem steht Aloys Hinners unter 04441 9237 103 oder aloys.hinners@kl-vechta.de gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Niedersächsischer Weg: Natur und Landwirtschaft in Balance bringen

„Wir Landwirte erzeugen gesunde und leckere Nahrungsmittel, das ist unsere wichtigste Aufgabe“, sagt Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke. „Ebenso wichtig ist uns eine intakte Natur mit dem Erhalt vieler Arten und sauberen Gewässern“, fügt er an. Sehr viele Betriebsleiter nehmen dazu an den sogenannten Agrarumweltmaßnahmen teil, aber mindestens ebenso viele Bäuerinnen und Bauern bringen sich auch in freiwilligen Programmen zur Steigerung der Biodiversität ein. „Wir erkennen hier eindeutig den Wunsch der Gesellschaft, noch mehr für die Natur-, Arten- und Gewässerschutz zu leisten. Wir Bäuerinnen und Bauern sind dazu bereit“, betont Schulte to Brinke. Deshalb geht das Landvolk den „Niedersächsischen Weg“ der Landesregierung mit, der dazu eine klare Struktur vorgibt. Noch in diesem Jahr sollen als weitere Etappen auf diesem Weg verschiedene Gesetzesvorschläge ausgearbeitet und in die parlamentarische Beratung gegeben werden. In diese Arbeit wird sich das Landvolk Niedersachsen gestaltend einbringen und aktiv Lösungen für die richtige Balance zwischen Natur und Landwirtschaft vorschlagen.

Schulte to Brinke sieht die Landwirtschaft auf dem „Niedersächsischen Weg“ bereits gut vorangekommen. Der Landvolkpräsident setzt auf den offenen Dialog von Landwirtschaft und Gesellschaft und wünscht sich auf beiden Seiten Kompromissbereitschaft. Als positiven Ansatz wertet er daher die Tatsache, dass mit dem Niedersächsischen Weg erstmals die Finanzierung in das Konzept weiterer Maßnahmen mit einbezogen wurde. „Die Landwirte wollen Leistungen zum Schutz von Natur, Arten und Gewässern erbringen, davon profitiert unsere Umwelt“, schildert der Landvolkpräsident. Die Landwirte erbringen auf dem Niedersächsischen Weg einen echten Mehrwert. Er hat damit eine tatsächlich messbare Wirkung und einen Nutzen für die Umwelt. Das vom Niedersächsischen Naturschutzbund mit dem Grünen beantragte Volksbegehren Artenschutz dagegen falle als reine Absichtsbekundung weit hinter die Ziele des niedersächsischen Weges zurück.

Daher sagt Schulte to Brinke aus tiefer Überzeugung: „Wir haben den richtigen Weg gewählt, und zwar gemeinsam mit Politik und Naturschutzverbänden!“ Alle gemeinsam sieht der Landvolkpräsident jetzt in der Pflicht, den Niedersächsischen Weg mit Gesetzesvorschlägen weiter festzuklopfen. In dieser Gewissheit ermuntert er alle Bäuerinnen und Bauern im Landvolk Niedersachsen, gemeinsam mit dem Verband diesen Weg weiter zu gehen.